In meiner Kindertagespflege hat das Freispiel einen ganz besonderen Stellenwert. Kinder lernen im freien Spiel auf natürliche Weise – ganz ohne Druck und Vorgaben. Sie entdecken ihre Umgebung, probieren sich aus, treffen eigene Entscheidungen und entwickeln dadurch Selbstständigkeit und Selbstvertrauen.
Beim Freispiel bestimmen die Kinder selbst, was, mit wem und wie lange sie spielen möchten. So lernen sie, ihre Interessen zu verfolgen, Konflikte zu lösen, Regeln auszuhandeln und Rücksicht auf andere zu nehmen. Das sind wichtige soziale und emotionale Kompetenzen, die sie ihr ganzes Leben begleiten.
Auch die Kreativität entfaltet sich – ob beim Bauen, Malen, Rollenspiel oder draußen im Garten. Oft entstehen dabei die schönsten und lehrreichsten Momente, weil Kinder ihren Ideen freien Lauf lassen können.
Ich begleite die Kinder dabei aufmerksam und unterstützend, ohne das Spiel zu lenken. So entsteht Raum für echtes Lernen durch Erfahrung – im eigenen Tempo und mit ganz viel Freude.
Hier spielt die Natur eine ganz besondere Rolle - und dazu gehört auch unser Besuch bei den Tieren. Hier haben die Kinder die Möglichkeit, Tiere hautnah zu erleben und zu beobachten.
Gemeinsam gehen wir zu den Tieren. Wir beobachten ihr Verhalten, lernen spielerisch ihre Bedürfnisse kennen und erleben den Alltag auf dem Bauernhof mit allen Sinnen. Ob beim Füttern der Hühner, beim vorsichtigen Annähern an die Ponys oder beim ruhigen Zuschauen der Kühe im Stall - jedes Kind darf in seinen eigenen Tempo Erfahrungen sammeln. Auch das beobachten des Treckers gehört für die Kinder dazu, der auf den Bauernhof nicht fehlen darf.
Dabei entstehen viele schöne Momente, die nicht nur Freude bereitet, sondern auch das Verantwortungsbewusstsein und die Empathie der Kinder stärken. Der liebevolle Kontakt zu Tieren fördert die natürliche Neugier, regt die Sinne an und schafft unvergessliche Erlebnisse im Alltag.
In der Kindertagespflege bedeutet Partizipation, dass die Kinder in Ereignisse und Entscheidungsprozesse, die das Zusammenleben betreffen mit einbezogen werden. Ein wichtiges Erziehungsziel ist, dass die Kinder lernen, ihre eigenen Ideen, Wünsche und Bedürfnisse wahrzunehmen und zu äußern. Kinder erfahren durch Partizipation, dass sie und ihre Interessen gehört werden, dass ihre Meinung zählt. Dadruch gewinnen sie Eigenständigkeit und Selbstvertrauen. Für jedes Kind ist es wichtig zu erleben:
Ich bin richtig und wichtig.
Das heißt nicht, dass immer der eigene Wille zum Zuge käme. Denn da sind ja auch die anderen mit ihren Bedürfnissen und Meinungen. Im gemeinsamen Entscheidungsprozess lernen Kinder, aneinander zuzuhören und Kompromisse einzugehen. Gegenseitiger Respekt stärkt das soziale Vertrauen.
Portfolios sind individuell angelegte Mappen, in denen Werke der Kinder gesammelt werden. Der Ordner wird jeweils mit Bildern, Bastelarbeiten, Fotos und Entwicklungsschritten gefüllt.